FREIE WÄHLER setzen auf engen Schulterschluss mit den Landkreisen
Lauf, 23. Juni 2026
Beim Austausch der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion mit den bayerischen Landräten standen die aktuellen Herausforderungen für Städte, Gemeinden und Landkreise im Mittelpunkt. Für Mittelfranken nutzten Landrat Marco Meier und der Landtagsabgeordnete sowie Parlamentarische Geschäftsführer der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion, Felix Locke, die Gelegenheit zum intensiven Gespräch über die Zukunft der kommunalen Selbstverwaltung, die Gesundheitsversorgung und die Entwicklung der Region.
„Die Landkreise stehen unter enormem Druck. Die Ausgaben steigen Jahr für Jahr, während die finanziellen Spielräume immer kleiner werden. Gleichzeitig erwarten die Menschen zu Recht leistungsfähige Krankenhäuser, gute Infrastruktur und funktionierende öffentliche Dienstleistungen. Umso wichtiger ist es, dass kommunale Anliegen in München und Berlin Gehör finden“, betonte Landrat Marco Meier.
Die FREIEN WÄHLER verstehen sich seit jeher als Stimme der Kommunen. Gerade deshalb sei der regelmäßige Austausch zwischen den politischen Ebenen unverzichtbar. „Wer gute Politik machen will, muss zuhören. Die Landräte erleben täglich, welche Auswirkungen politische Entscheidungen vor Ort haben. Diese Erfahrungen sind für unsere Arbeit im Bayerischen Landtag von unschätzbarem Wert“, erklärte Felix Locke. Beide Politiker gehören einer vergleichsweise jungen Generation von Verantwortungsträgern an. Für Marco Meier ist dies zugleich Verpflichtung und Ansporn: „Wir gestalten heute die Rahmenbedingungen für die nächsten Jahrzehnte. Deshalb müssen wir Probleme frühzeitig ansprechen und dürfen Herausforderungen nicht einfach in die Zukunft verschieben.“
Mit besonderer Sorge blicken Meier und Locke auf die aktuelle Entwicklung im Gesundheitswesen. Bereits die Krankenhausreform des Bundes stelle viele Kliniken vor erhebliche Unsicherheiten. Mit der geplanten Reform der gesetzlichen Krankenversicherung drohten nun weitere Belastungen. „Unsere Krankenhäuser kämpfen bereits heute mit enormen finanziellen Herausforderungen. Viele Träger wissen nicht mehr, wie sie die steigenden Kosten dauerhaft schultern sollen. Wenn jetzt zusätzliche Belastungen aus Berlin hinzukommen, geraten zahlreiche Einrichtungen weiter unter Druck. Das kann nicht im Interesse einer verlässlichen Gesundheitsversorgung sein“, sagte Meier.
Der mittelfränkische Landrat warnte davor, die kommunale Ebene bei der Finanzierung des Gesundheitssystems zunehmend allein zu lassen: „Am Ende landen die Probleme oft bei den Landkreisen und damit bei den Bürgerinnen und Bürgern. Wir brauchen Reformen, die die Gesundheitsversorgung stärken und nicht zusätzliche finanzielle Risiken schaffen.“ Auch Felix Locke sieht dringenden Handlungsbedarf: „Eine wohnortnahe Gesundheitsversorgung gehört zur Daseinsvorsorge. Wer Reformen beschließt, muss auch sicherstellen, dass Krankenhäuser wirtschaftlich arbeiten können. Es darf nicht passieren, dass die kommunalen Träger immer neue Lasten übernehmen müssen, während die finanziellen Grundlagen zunehmend wegbrechen.“
Für Meier und Locke steht fest, dass die großen Zukunftsaufgaben nur im engen Schulterschluss zwischen Kommunen, Freistaat und Bundbewältigt werden können. „Bayern lebt von starken Regionen und starken Kommunen. Dafür brauchen wir eine Politik, die Verantwortung übernimmt, finanzielle Realitäten anerkennt und die Menschen vor Ort nicht aus dem Blick verliert“, so Marco Meier abschließend.

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