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Locke: „Das Bayernjahr ist ein erster Schritt – mein Ziel bleibt ein Gesellschaftsjahr für alle“

Nürnberger Land/München, 01. September 2026

Gesellschaftlicher Zusammenhalt entsteht nicht am Schreibtisch, sondern dort, wo Menschen füreinander Verantwortung übernehmen: bei der Feuerwehr, im Rettungsdienst, im sozialen Bereich, im Ehrenamt oder beim Schutz unserer Natur. Genau hier setzt das heute vorgestellte Bayernjahr an. Für den parlamentarischen Geschäftsführer der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion und mittelfränkischen Abgeordneten Felix Locke ist das Konzept deshalb ein wichtiger Schritt – zugleich aber noch nicht das Ziel.

„Ich fordere seit Jahren ein Gesellschaftsjahr. Deshalb freue ich mich, dass wir heute mit dem Bayernjahr einen ersten konkreten Schritt in diese Richtung machen. Wer Verantwortung für unsere Gesellschaft übernimmt, gewinnt selbst genauso viel wie die Gemeinschaft“, erklärt Locke.

Das Bayernjahr soll bestehende Freiwilligendienste besser miteinander verknüpfen und Engagement in den Bereichen Sicherheit, Soziales, Wirtschaft und Unternehmertum sowie Umwelt ermöglichen. Aus Sicht Lockes bietet das vor allem jungen Menschen die Chance, nach der Schule praktische Erfahrungen zu sammeln, Verantwortung zu übernehmen und unterschiedliche Lebens- und Arbeitswelten kennenzulernen.

„Wir müssen wieder stärker vermitteln: Freiheit bedeutet auch Verantwortung. Ein Gesellschaftsjahr kann genau diese Haltung fördern. Es bringt Menschen zusammen, schafft Begegnungen und zeigt, wie wichtig jeder Einzelne für das Funktionieren unseres Gemeinwesens ist“, so Locke.

Gerade der ländliche Raum zeige, wie unverzichtbar freiwilliges Engagement sei. „Im Nürnberger Land wissen wir ganz konkret, was Ehrenamt bedeutet. Ob Feuerwehr, Rettungsorganisationen, Vereine oder soziale Einrichtungen – ohne Menschen, die bereit sind mit anzupacken, würde vieles vor Ort nicht funktionieren. Das Bayernjahr kann jungen Menschen einen niedrigschwelligen Zugang zu diesem Engagement eröffnen und im besten Fall dafür sorgen, dass aus einem Jahr des Mitmachens ein langfristiges Ehrenamt wird.“

Dabei gehe es Locke ausdrücklich nicht darum, bestehende Freiwilligendienste durch neue Bürokratie zu ersetzen. Vielmehr müssten die bereits vorhandenen Strukturen gestärkt und attraktiver gemacht werden. Anerkennung und sinnvolle Anreize seien dabei wichtige Bausteine.

„Das Bayernjahr muss ein Erfolgsmodell werden. Wenn wir sehen, dass junge Menschen dieses Angebot annehmen, Erfahrungen sammeln und dauerhaft engagiert bleiben, ist der nächste Schritt für mich klar: Wir brauchen perspektivisch ein Gesellschaftsjahr für alle.“

Locke sieht dabei auch den Bund in der Verantwortung. Bayern könne mit dem Bayernjahr praktische Erfahrungen sammeln und zeigen, wie ein solches Modell funktionieren kann. „Ich will, dass aus der heutigen Initiative mehr wird als eine gute Idee. Das Bayernjahr kann die Blaupause sein, aus der am Ende ein bundesweites Gesellschaftsjahr entsteht. Dafür werde ich mich weiter einsetzen.“

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