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MdL Felix Locke: „Kita-Finanzierung zukunftsfest machen – Familien und Einrichtungen gemeinsam stärken“

Parlamentarischer Geschäftsführer der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion verweist auf wachsenden Finanzierungsdruck im Nürnberger Land

München/Lauf, 22. Juli 2026

Die Finanzierung der Kindertagesbetreuung steht vielerorts vor großen Herausforderungen – auch im Nürnberger Land. Darauf weist der Parlamentarische Geschäftsführer der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion, MdL Felix Locke, mit Blick auf die Reform der Kita-Finanzierung in Bayern hin.

„In zahlreichen Gesprächen mit Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern sowie mit freien und kommunalen Trägern wird deutlich, wie groß der finanzielle Druck inzwischen geworden ist. Steigende Personal-, Energie- und Sachkosten bringen viele Einrichtungen an ihre Belastungsgrenze. Diese Realität erleben wir auch im Nürnberger Land. Deshalb brauchen wir eine Finanzierung, die unsere Kitas dauerhaft stärkt und gleichzeitig Familien nicht zusätzlich belastet“, erklärt Locke.

In der öffentlichen Diskussion sei zuletzt häufig der Eindruck entstanden, die bisherige Beitragsentlastung von 100 Euro werde abgeschafft. Diese Darstellung greife jedoch zu kurz.

„Für uns als FREIE WÄHLER war während des gesamten Gesetzgebungsverfahrens entscheidend, dass Familien durch die Reform nicht zusätzlich belastet werden. Das war und ist unser Maßstab. Die staatlichen Mittel für die bisherige Beitragsentlastung werden nicht gestrichen, sondern gemeinsam mit weiteren Förderbestandteilen in ein neues Fördersystem überführt. Das Geld bleibt vollständig im System der Kindertagesbetreuung.“

Mit der Reform investiere der Freistaat dauerhaft mehr in die Kinderbetreuung. Die staatliche Betriebskostenförderung werde im Endausbau um 25 Prozent erhöht. Ab 2029 stehen jährlich rund 793,8 Millionen Euro zur Verfügung, bis 2030 fließen insgesamt mehr als drei Milliarden Euro in das neue Finanzierungssystem. Nach Berechnungen des Bayerischen Sozialministeriums erhalten Kindertageseinrichtungen – abhängig von ihrer bisherigen Förderung – künftig zwischen 21 und 35 Prozent mehr gesetzliche Förderung.

„Gerade weil wir die Sorgen vieler Eltern ernst genommen haben, haben wir als FREIE WÄHLER-Fraktion die Reform im parlamentarischen Verfahren nochmals verbessert“, betont Locke. „Wir haben durchgesetzt, dass künftig mehr Transparenz über die staatlichen Leistungen geschaffen wird, die Eltern über die staatlichen Förderanteile informiert werden und die Entwicklung der Elternbeiträge wissenschaftlich evaluiert wird. So stellen wir sicher, dass wir genau beobachten können, ob die Reform ihre Ziele erreicht.“

Für Locke ist entscheidend, dass die Diskussion nicht auf einen einzelnen Förderbaustein reduziert wird.

„Unser Maßstab war nie die formale Ausweisung einzelner Förderbestandteile, sondern ausschließlich die tatsächliche Belastung der Familien. Familien brauchen bezahlbare Kinderbetreuung, verlässliche Einrichtungen und Planungssicherheit. Gleichzeitig brauchen unsere Kommunen und Träger endlich eine Finanzierung, die den tatsächlichen Kosten gerecht wird.“

Gerade im Nürnberger Land zeige sich, wie wichtig dieser Ansatz sei. Viele Kommunen und freie Träger müssten jedes Jahr erhebliche zusätzliche Mittel aufbringen, um den Betrieb ihrer Einrichtungen aufrechtzuerhalten.

„Wir dürfen Eltern, Kommunen und Träger nicht gegeneinander ausspielen. Alle verfolgen dasselbe Ziel: eine hochwertige Kinderbetreuung für unsere Kinder. Mit der Reform stärken wir die Einrichtungen nachhaltig und schaffen die Grundlage dafür, Elternbeiträge langfristig stabil zu halten. Frühkindliche Bildung darf keine Frage des Geldbeutels sein – und genau deshalb gehen wir diesen Weg.“

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Pressekontakt:
Abgeordnetenbüro MdL Felix Locke
Marktplatz 22, 91207 Lauf
Tel.: 09123 9987400
Mail: felix.locke@fw-landtag.de
Ansprechpartnerin: Julia Bürner